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1 of 11 people found this review helpful
| Overall |
5 |
| Story |
3 |
| Animation |
5 |
| Sound |
4 |
| Character |
4 |
| Enjoyment |
6 |
[ger]
Eines ganz klar vorweg: Großes Tennis wird hier nicht geboten.
Es ist durchschnittlich. Etwas ecchi, aber nicht allzu sehr versaut, etwas Komödie, aber kein Dauerlacher, etwas Liebe, aber eben nicht die große.
Ein Mädchen, 17 und Oberschülerin, verheiratet mit dem Physik/Astronomie-Lehrer - rechtlich gesehen anscheinend durchaus legal in Japan, gesellschaftlich jedoch sehr wohl auch im Land der aufgehenden Sonne ein brisantes Thema.
Asami, so heißt das niedliche, etwas verschlossene Mädchen, ist vernarrt in ihren Ehemann, und will die Ehe deshalb um alles in der Welt geheim halten vor Freunden, Nachbarn, Lehrern, allen, genauso ihr Mann. Dies + die immer wieder auftauchenden Interessenten und Nebenbuhler um die zwei "Singles" + der Schwiegerpapa, der sexuelle Aktivität in der Ehe bis zum Schulabschluss der Tochter auf Händchenhalten vertraglich untersagt haben will = ergeben eine tragikomische Mischung, die in ihrer geladenen Spannung nur unterbrochen wird durch stille Momente der Zärtlichkeiten zwischem dem neuvermählten Paar.
Der Anime ist gut für Zwischendurch. Durch die Restriktion des Animes hinsichtlich des Ecchi-Gehalts im Gegensatz zum Manga, der unterm Strich eher ernsthafteren Stimmung der Serie und der Durchschnittlichkeit bzw. Alltäglichkeit der Charaktere und der Geschehnisse, können sogar Anlass geben, es als gute Familienunterhaltung fürs Nachmittagfernsehen durchgehen zu lassen.
Positiv: Fan-Service mit fast schon notgeilen Lehrerinnen und anzüglichen Nachbarinnen; ein unterhaltsames Tabu-Thema (junges Ding gibt "alles" für den lieben Ehemann); eine aufopfernde Liebesbeziehung, die von Treue viel hält.
Negativ: Sehr geringe Weiterentwicklung der Charaktere; viel versprechende Konstellationen und Situationen, dafür aber wenig Dargebotenes (ecchi!); monotone Ereignisabfolgen; und viel zu wenig Informationen über die Vorgeschichte.
Fazit: Ein durchschnittlicher Anime, der sich allenfalls durch Simplizität und Ehrlichkeit abzuheben versucht. Wer eine Vorlage für "schmutzige Fantasien" sucht, wird leer ausgehen. Alles in allem leichte Kost also: wohl bekomm's! read more
0 of 9 people found this review helpful
| Overall |
8 |
| Story |
8 |
| Animation |
8 |
| Sound |
9 |
| Character |
7 |
| Enjoyment |
8 |
[ger]
Nodame in Paris, Cantabile in Frankreich. Und Frankreich bedeutet für Japaner anscheinend fast schon synoym auch Europa und als Europäer bietet man doch gern Kulisse für ein solch unterhaltsames Paar wie Megume und Shinichi!
Der Anime führt die Tradition der ersten Staffel fort und bringt mit dem Lob auf die Klassische Musik auch eine Art Hommage an Europa, seine Musiker und genereller, der Kultur; gibt Anekdoten, Hintergründe und sehr viele versteckte Anspielungen (bspw. sind in Folge 8 Megumes Mungos während der "Rondo a la Turca" ganz in Janitscharen-Tracht), die man leicht übersehen kann, wenn man gewisses Backgroundwissen nicht mitbringt. Aber als Laie der Musikkunst wie auch der Klassik muss ich zugeben, dass dieser Anime nicht viel benötigt, um auch bei ungewohnten Ohren Wohlgefallen und bei bisher Uninteressierten Faszination auszulösen.
Der Autor bietet uns die Gelegenheit, die schöne Stadtlandschaft von Paris, ihre Museen und Theater und ihr großes und modernes Konservatorium zu sehen und zu bestaunen können. Wir bereisen, wenn auch nur im Geiste und in Hintergedanken (tatsächlich ist davon im Anime leider nahezu garnichts zu sehen), über Chiakis Reisen auch mitunter dank Franz von ("Milchi") Stresemann Spanien, Holland, China und andere Orte auf der Welt, und sind sichtlich glücklich, dass Chiaki endlich seine Angst vorm Fliegen auf ein Mindestmaß zurückgedrängt hat (in Europa benützte er wohl dennoch mit großer Wahrscheinlichkeit Schienenverkehr) und sich so in seiner Karriere und Können weiterentwickeln kann.
Er debütiert als Dirigent, knüpft neue Kontakte und fasziniert weiterhin. Sein Motto könnte getrost verheißen "Kunst kommt von Können". Auch Megume bleibt ihrer Linie, oder sagen wir lieber, ihrer Kurve, treu und beglückt uns weiterhin mit ihrem grausig-chaotischen Zimmer-Designs, vielen schönen "gyabo"-Szenen, aber auch so manch unerwarteten Genie-Streich, die die besten Künstler und Virtuosen der Cantabile-Welt zum Staunen zu bringen in der Lage sind. Und genau diese Mischung macht es aus, weswegen die Serie so beliebt ist, will man meinen.
Positiv: Nodame Cantabile wird fortgeführt. Nachdem der schwankenden Liebesbeziehung zwischen Megume und Shinichi nun im Finale der letzten Staffel doch noch eine Chance gegeben wurde und ein Happy Ending die Sache für alle erträglich beendete, wird nun diese Beziehung zur Weiterentwicklung nach Paris geschickt. Logische Konsequenz: Megume und Shinichi kommen sich näher - wenn auch die chaotisch-lustige Beziehung der Zwei weiterhin auf Trap bleibt und reichlich Ärger vorprogrammiert ist. Auch schön sind wieder Opening & Ending, wenn auch aufgrund der wenigen Anzahl an Episoden diesmal nur ein Paar davon präsentiert wird - besonders das Outro in französischer Sprache ist ein Genuss und Ohrwurm-verdächtig!
Negativ: Zu kurz? Definitiv! Ich habe die Hintergründe nicht nachverfolgen können und weiß nicht, ob nun irgendwelche Studios gestreikt oder irgendwelche Produzenten oder Sender hier wegen Marketinggründen dazwischengefunkt haben, aber es ist versaut. Das Werk war womöglich auf mindestens doppelt sovielen Episoden ausgelegt, am Schluss kamen jedoch 11 Episoden mit kleinen Aufs und Abs; eine Welttournee (!) Stresemanns mit Assistenz von Chiaki, die über ein, zwei Episoden quasi im Hintergrund ablaufen; wenig Charakterentwicklungen, wobei gar interessante Charaktere auftauchen, um dann in völlige Vergessenheit zu treten; dramaturgische Verfehlung in der Gesamtbetrachtung: Das Finale wirkt wie eins für eine Saison-Mitte, dabei ist es de facto aber ernsthaft ein Saison-Ende, und das irritiert nicht nur, es enttäuscht auch.
Fazit: Alles in allem wieder ein beeindruckender Anime. Ein Muss für Klassik-Fans wie auch Musik-Muffel, aber auf jeden Fall eine Perle von Liebeskomödie und amüsantes Slice of Life! Wir wollen mehr sehen von Nodame Cantabile. Und wir wollen es an einem Stück und in einer Serie, und nicht brockenweise mittels OVAs!
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